Einsatzgebiet
Garten- und Landschaftsbau in Alfter
Alfter liegt am Vorgebirge, dem Osthang der Ville zur Rheinebene. Unter den Gärten liegt hier über weite Strecken Löss: nährstoffreich, wasserspeichernd — und empfindlich gegen Verdichtung. In den höheren Lagen Richtung Waldrand kommt Staunässe dazu. Das entscheidet mehr über eine Terrasse oder einen Rasen als die Wahl des Belags oder der Saatmischung.
Alfter, Oedekoven, Impekoven, Witterschlick, Gielsdorf, Volmershoven-Heidgen
Was den Untergrund hier ausmacht — und was daraus für den Garten folgt
Das Vorgebirge ist der Osthang der Ville zur Rheinebene. Es erreicht gut 165 Meter über NHN und trägt eine mächtige, vom Wind angewehte Lössdecke aus dem Quartär. Wer in Alfter den Spaten ansetzt, steht deshalb in aller Regel in schluffigem Lehm — nicht in Sand, wie ein paar Kilometer nordwestlich auf dem Ville-Rücken. Das ist erst einmal eine gute Nachricht: Löss ist locker, gut durchlüftet, nährstoffreich und hält Wasser.
Die Kehrseite merkt man bei jedem Bauvorhaben. Löss verdichtet, sobald man ihn nass befährt oder betritt, und er verschlämmt bei Starkregen. Ein Boden, der im Sommer krümelig durch die Finger läuft, steht nach drei Regentagen als schmierige Masse in der Baugrube und lässt sich weder sauber verdichten noch vernünftig abfahren. Deshalb entscheidet bei uns oft der Zeitpunkt über die Qualität, nicht die Technik.
Der Geologische Dienst NRW unterscheidet für Alfter zwei Lagen: auf der Ville-Hochfläche liegen unter Wald lössbedeckte Staunässeböden — Pseudogleye —, auf der Mittelterrasse dagegen fruchtbare Parabraunerden aus Löss. Das ist eine Regel-Aussage über den Naturraum, keine Aussage über Ihr Grundstück. Sie gibt aber die Richtung vor: je höher und je näher am Wald, desto wahrscheinlicher ist Wasser im Unterboden ein Thema.
| Lage | Typischer Boden | Was das in der Praxis bedeutet |
|---|---|---|
| Ville-Hochfläche, Randlagen am Wald | Lössbedeckte Pseudogleye (Staunässeböden) | Wasser steht nach Regen im Unterboden. Flächen brauchen Gefälle, oft eine Drainage oder Rinne; bei Gehölzen zählt Staunässeverträglichkeit mehr als Nährstoffbedarf. |
| Mittelterrasse, Ortslagen Richtung Rheinebene | Parabraunerden aus Löss | Guter Gartenboden. Das Hauptthema ist nicht Düngung, sondern Verdichtung — vor allem auf Grundstücken, auf denen einmal ein Baustellenfahrzeug stand. |
| Hangbereich des Vorgebirges | Löss über Terrassenmaterial, mit Höhenversätzen | Oberboden wird bei Starkregen abgeschwemmt. Terrassierung, feste Randeinfassungen und eine geplante Wasserführung sind hier kein Luxus. |
Wie es auf einem konkreten Grundstück aussieht, klärt ein Probeloch schneller als jede Karte. Sechzig Zentimeter tief graben, mit Wasser füllen, nach zwei Stunden nachsehen. Steht das Wasser noch, planen wir anders: Unterbau höher aufbauen, Gefälle vergrößern, Wasser gezielt ableiten statt auf Versickerung zu hoffen.
Welche Arbeiten hier besonders häufig anfallen
Bei Terrassen und Pflasterflächen ist der Lösslehm der Grund, warum am Unterbau nicht gespart werden darf. Er ist nicht tragfähig, sondern muss ausgehoben und durch eine lagenweise verdichtete Tragschicht ersetzt werden. Wie tief, hängt von Nutzung und Wasserverhältnissen ab — die Systematik dahinter steht im Ratgeber zum Terrassenunterbau, die Abwägung zwischen den Belägen im Vergleich der Terrassenbeläge. Auf schwerem Boden ohne Versickerung gilt zusätzlich: Gefälle vom Haus weg, und das Wasser braucht ein Ziel.
Beim Rasen ist die Ausgangslage besser als der erste Eindruck. Löss liefert Nährstoffe reichlich; was fehlt, ist Struktur in den obersten Zentimetern. Auf verdichtetem Planum wächst auch der beste Rollrasen nicht ein, er bildet eine Wurzelmatte und bleibt darauf liegen. Deshalb lockern wir tief, arbeiten Sand und organisches Material ein und ziehen erst dann ab. Wie das abläuft und worauf es in den ersten drei Wochen ankommt, steht im Ratgeber zum Rollrasen verlegen.
Auf Hanggrundstücken am Vorgebirgsrand geht es fast immer um Höhenversätze: Sitzplatz auf einer Ebene, Rasen auf einer zweiten, Zugang dazwischen. Ob dafür eine Trockenmauer, eine Winkelstütze oder eine geböschte Modellierung die richtige Antwort ist, entscheidet die Höhe des Versatzes und was oberhalb steht — das gehört in die Gartengestaltung. Für Zäune heißt Hanglage: abgetreppt statt schräg, und Pfostenfundamente frostfrei gegründet, weil bindiger Boden bei Frost arbeitet.
Der laufende Unterhalt bleibt der größte Teil. Gartenpflege auf Lösslehm heißt vor allem: Verdichtung vermeiden, Wege für Maschinen festlegen, im Herbst nicht nass befahren. Was in welcher Reihenfolge sinnvoll ist, fasst der Beitrag zur Gartenpflege im Herbst zusammen. Läuft ein Garten ohnehin auf eine Neuanlage hinaus, hilft die Übersicht über Ablauf und Kostentreiber einer Neugestaltung beim Sortieren der Reihenfolge.
Zufahrt, Maschinen und Material
Aushub aus Lösslehm ist schwer und klebt. Eine Schubkarre voll wiegt mehr, als sie aussieht, und im nassen Zustand bleibt die Hälfte in der Mulde. Wo nur eine schmale Hofdurchfahrt zum Garten führt, verschiebt sich der Aufwand deshalb spürbar: dieselbe Terrassenfläche kostet mit Zufahrt von der Straße deutlich weniger Arbeitszeit als mit Handtransport durch einen Hausflur. Das ist der Punkt, den wir beim Ortstermin zuerst anschauen — vor der Frage nach dem Belag.
Am Hang kommt die Richtung dazu. Material bergauf zu bringen und Aushub bergab abzufahren sind zwei verschiedene Aufgaben, und beides braucht eine tragfähige Fahrspur. Auf durchnässtem Löss hinterlässt selbst ein kleiner Bagger Spurrinnen, die man später wieder auflockern muss. Wir arbeiten deshalb mit Fahrbohlen, legen Lagerplätze fest und verschieben Erdarbeiten lieber um ein paar Tage, statt einen Rasen zu ruinieren, der anschließend neu angelegt werden müsste.
Unser Betriebssitz liegt an der Rochusstraße in Bonn-Duisdorf — am Südende desselben Vorgebirgszugs, der sich über Witterschlick nach Norden fortsetzt. Die Anfahrt ist kurz. Praktisch heißt das: Material kann in mehreren Fuhren kommen, statt tagelang auf dem Grundstück zu lagern, und ein zweiter Ortstermin ist keine Tagesreise. Rollrasen beziehen wir regional von Rollrasen Decker, Metall-Beeteinfassungen von Gartenmetall.
Für größere Stützbauwerke eine Randnotiz: Der Raum Alfter wird in den Gemeindebeschreibungen des Geologischen Dienstes NRW einer niedrigeren Erdbebenzone zugeordnet als die Ville-Kommunen weiter nordwestlich. Für Gartenmauern in üblicher Höhe spielt das keine Rolle; sobald ein Bauwerk statisch nachgewiesen werden muss, fließt es in die Bemessung ein.
Bäume und die örtlichen Regeln
Alfter hat eine eigene Baumschutzsatzung, beschlossen am 26. September 2023. Geschützt sind Bäume ab 100 Zentimeter Stammumfang, gemessen in einem Meter Höhe über dem Erdboden. Bei mehrstämmigen Bäumen zählt die Summe der Stammumfänge, sofern wenigstens ein Stamm 50 Zentimeter erreicht. Ausdrücklich nicht erfasst sind Nadelbäume, Birken, Pappeln und bereits abgestorbene Bäume; ausgenommen sind außerdem Bäume in Baumschulen und Gärtnereien zu Erwerbszwecken sowie in Kleingärten.
Ein Punkt ist hier wichtiger als anderswo. Das Vorgebirge ist seit Generationen Obst- und Gemüsebaulandschaft — es reicht vom Bonner Süden bis nach Frechen-Königsdorf und gehört zu den größten Spargelanbaugebieten Deutschlands. Entsprechend viele alte Obstbäume stehen in den Gärten. Die Alfterer Satzung enthält keine generelle Ausnahme für Obstbäume. In der Bonner Satzung sind sie ausgenommen, Walnuss und Esskastanie dagegen nicht — wer über die Gemeindegrenze zieht, kann sich also nicht auf die gewohnte Regel verlassen. Im Zweifel messen wir vor dem ersten Schnitt.
Die Satzung gilt innerhalb rechtskräftiger Bebauungspläne und der im Zusammenhang bebauten Ortsteile nach den §§ 33 und 34 BauGB. Zuständig ist die Gemeinde Alfter, Fachgebiet 1.5 Bauhof und Grünflächen, Am Rathaus 7. Dem Antrag beizufügen sind ein Lageplan mit Baumart und Stammumfang in einem Meter Höhe, aussagekräftige Fotos und eine rechtsverbindliche Erklärung zu Ersatzpflanzung oder Ausgleichszahlung. Wir bereiten diese Unterlagen vor, wenn eine Fällung oder ein starker Rückschnitt ansteht.
Unabhängig von der Satzung gilt bundesweit § 39 Absatz 5 BNatSchG: Vom 1. März bis 30. September dürfen Bäume außerhalb des Waldes nicht auf den Stock gesetzt, Hecken nicht beseitigt werden. Schonende Form- und Pflegeschnitte bleiben erlaubt. Deshalb liegt die Fäll- und Pflegesaison von Anfang Oktober bis Ende Februar — und das passt fachlich: Ohne Laub sind Totholz und Schadstellen sichtbar, der Saftfluss ruht, und der Boden nimmt die Arbeit weniger übel.
Ortsteile, die wir mitbedienen
Die Gemeinde spannt sich über zwei Höhenlagen: von der Mittelterrasse zur Rheinebene hin bis hinauf zur bewaldeten Ville-Hochfläche. Was in der einen Lage funktioniert, kann in der anderen an Staunässe scheitern. Wir sehen uns das vor Ort an, bevor wir etwas anbieten.
- Alfter
- Oedekoven
- Impekoven
- Witterschlick
- Gielsdorf
- Volmershoven-Heidgen
Schildern Sie uns Ihr Vorhaben mit ein paar Fotos und der ungefähren Fläche. Wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden und sagen ehrlich, ob sich ein Ortstermin lohnt. Das Angebot ist unverbindlich. Eine Übersicht über alle Arbeiten finden Sie auf der Seite Leistungen.
Häufige Fragen
Fragen aus Alfter und den Ortsteilen
Brauche ich in Alfter eine Genehmigung, um einen Baum zu fällen?
Wenn der Baum innerhalb eines Bebauungsplangebiets oder im im Zusammenhang bebauten Ortsteil steht und mindestens 100 Zentimeter Stammumfang in einem Meter Höhe hat, ja. Bei mehrstämmigen Bäumen zählt die Summe der Stammumfänge, wenn ein Stamm 50 Zentimeter erreicht. Der Antrag geht an die Gemeinde Alfter, Fachgebiet 1.5 Bauhof und Grünflächen; nötig sind Lageplan mit Baumart und Stammumfang, Fotos und eine Erklärung zu Ersatzpflanzung oder Ausgleichszahlung. Wir messen und stellen die Unterlagen zusammen.
Ist mein alter Apfelbaum geschützt?
Möglicherweise. Die Alfterer Satzung nimmt Obstbäume nicht generell aus — anders als die Bonner, die Obstbäume mit Ausnahme von Walnuss und Esskastanie ausklammert. Ausdrücklich nicht erfasst sind in Alfter dagegen Nadelbäume, Birken, Pappeln und abgestorbene Bäume. Bei alten Hochstämmen aus der Obstbautradition des Vorgebirges lohnt sich das Nachmessen deshalb immer, bevor die Säge angesetzt wird.
Nach jedem Regen steht Wasser auf dem Rasen. Was hilft?
Auf Lössboden hat das meist zwei Ursachen: eine verdichtete Schicht dicht unter der Oberfläche oder — in den höheren Lagen Richtung Ville-Hochfläche — einen von Natur aus staunassen Unterboden. Das erste lässt sich mit Tiefenlockerung, Sandeinarbeitung und Aerifizieren beheben. Beim zweiten hilft nur, das Wasser wegzuführen: Gefälle, Drainagestrang, Sickerkörper oder eine Fläche, die das Wasser aufnehmen darf. Welcher Fall vorliegt, zeigt ein Spatenstich.
Was bestimmt die Kosten bei einer Terrasse am Hang?
Selten der Belag. Den Ausschlag geben Aushubtiefe, die Menge des abzufahrenden Bodens und die Zufahrt. Am Vorgebirgshang kommt der Höhenversatz dazu: Sobald eine Fläche abgefangen werden muss, entscheidet die Art des Stützelements — geböschte Modellierung, Trockenmauer oder Winkelstütze mit Fundament — über einen erheblichen Teil des Aufwands. Wir benennen diese Posten im Angebot einzeln, damit Sie sehen, wo gespart werden kann und wo nicht.
Wann können Baumarbeiten ausgeführt werden?
Fäll- und starke Pflegeschnitte von Anfang Oktober bis Ende Februar. Grund ist § 39 Absatz 5 BNatSchG, der vom 1. März bis 30. September das Beseitigen und Auf-den-Stock-Setzen von Bäumen außerhalb des Waldes und von Hecken verbietet. Schonende Form- und Pflegeschnitte sind auch im Sommer zulässig, ebenso Maßnahmen zur Abwehr akuter Gefahren. Eine erforderliche Genehmigung nach der Baumschutzsatzung ersetzt das nicht.
Zu welchen Zeiten wird bei uns gearbeitet?
In Wohngebieten gelten die Vorgaben der 32. BImSchV: An Sonn- und Feiertagen ruhen motorbetriebene Geräte ganztägig, werktags von 20 bis 7 Uhr. Für Laubbläser, Freischneider und Grastrimmer ohne EU-Umweltzeichen kommen werktags weitere Sperrzeiten hinzu, sodass praktisch die Fenster von 9 bis 13 und 15 bis 17 Uhr bleiben. Wir planen Pflegeeinsätze entsprechend und ziehen laute Arbeiten in diesen Zeitraum.
In der Nähe
Weitere Orte in unserem Einsatzgebiet
- Bornheim — Lössdecke am Vorgebirgshang, örtlich bis zu 15 Meter mächtig
- Bonn — Betriebssitz in Duisdorf, Baumschutzsatzung mit eigenen Schwellenwerten
- Köln-Rodenkirchen — Terrassen- und Auenböden nahe am Rhein
- Wesseling — Rheinsedimente im Osten, Löss im Westen des Stadtgebiets
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