Leistung
Gartengestaltung und Neuanlage
Wenn mehrere Gewerke zusammenkommen: Rodung, Aushub, Geländemodellierung, Wege und Terrassenflächen, Stützelemente, Beete und zuletzt der Rasen. Wir übernehmen diese Kette in einem Zug — für Grundstücke, an denen seit dem Hausbau nichts passiert ist, und für Neubauten, bei denen draußen noch Rohbauzustand liegt.
Was bei einer Neuanlage zusammenkommt
Eine Neuanlage ist kein einzelnes Gewerk, sondern eine Abfolge. Was davon in Ihrem Fall anfällt, hängt vom Grundstück ab — bei einem Neubaugarten steht am Anfang oft nur verdichteter Baustellenboden, bei einem Bestandsgarten dagegen ein alter Belag, eine überwachsene Böschung und ein Baum, über den zuerst entschieden werden muss.
- Rodung und Abbruch: alte Beläge, Betonfundamente, Wurzelstöcke, Altvegetation. Vor jeder Bodenvorbereitung muss die alte Grasnarbe vollständig abgeschält sein, sonst wachsen Quecke, Giersch und Löwenzahn durch die neue Fläche hindurch.
- Erdarbeiten und Geländemodellierung: Auskoffern, Ebenen festlegen, Böschungen ziehen, Oberboden zwischenlagern und wiederverwenden.
- Stützelemente: L-Steine, Trockenmauer, gemauerte Gartenmauer, Blockstufen oder Palisaden — je nachdem, wie viel Höhe auf welcher Länge abgefangen wird.
- Feste Flächen: Terrasse, Wege, Stell- und Zufahrtsflächen mit Tragschicht, Randeinfassung und Belag. Details dazu stehen auf den Seiten Terrassenbau und Pflasterarbeiten.
- Leitungen: Leerrohre für Strom und Licht, Bewässerungsstränge, Rinnen- und Sickeranschlüsse — alles im offenen Graben, nicht danach.
- Beete und Bepflanzung: Bodenvorbereitung, Gehölze, Stauden, Zwiebeln, Einfassungen und Mulchabdeckung.
- Rasen: Ansaat oder Rollrasen als letzter Arbeitsgang.
- Entsorgung: Aushub, alter Belag, Grünschnitt und Häckselgut — als eigene Position im Angebot, nicht versteckt in einer Pauschale.
In welcher Reihenfolge wir bauen
Die Reihenfolge ist keine Geschmacksfrage, und sie ist der stärkste Preisfaktor des ganzen Projekts. Jeder Schritt, der vorgezogen oder nachgeschoben wird, beschädigt etwas, das schon fertig war. Wer den Rasen vor der Terrasse legt, fährt Schotter darüber. Wer das Leerrohr vergisst, öffnet später eine Fläche aus Tragschicht, Bettung und Belag — und muss die Randeinfassung, die in einem Betonfundament sitzt, mit heraustrennen.
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Ortstermin, Aufmaß und Höhenplanung
Zuerst die Höhen, dann die Flächen. Türschwellen, Anschluss zum Nachbargrundstück, vorhandene Abläufe. Das Gefälle wird in jeder Schicht mitgeführt und nicht oben ausgeglichen: Schon das Planum braucht mindestens 3 Prozent Neigung, bei wasserempfindlichen bindigen Böden mindestens 4 Prozent.
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Rodung, Abbruch und Abtransport
Alles, was weg muss, geht ganz nach vorn. Später hätten wir fertige Flächen als Arbeitsraum. Gehölzentfernung planen wir ins Winterhalbjahr — dazu unten mehr.
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Aushub und Geländemodellierung
Die Aushubtiefe ist keine Pauschale, sondern die Summe aller Aufbauschichten; für Plattenbeläge werden typischerweise 30 bis 45 Zentimeter bis zur tragfähigen Bodenschicht ausgehoben. Gleichzeitig entstehen Ebenen und Böschungen — vor den Flächen, nie danach.
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Stützelemente und Leitungen
Mauern und Winkelelemente brauchen Fundament und Arbeitsraum, beides gibt es nur jetzt. In denselben Graben kommen Leerrohre und Bewässerungsstränge. Entwässerungsrinnen werden mit mindestens 0,5 Prozent Längsgefälle auf ein geschaltes Betonfundament gesetzt, sie lassen sich also nicht nachträglich einpassen.
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Tragschicht, Randeinfassung, Belag
Die Tragschicht wird lagenweise eingebaut und zwischenverdichtet, praxisüblich in Lagen von rund 20 Zentimetern. Ohne stabile Randeinfassung wandern die Randsteine nach außen und die Fläche verliert ihren Verbund — deshalb setzen wir Bord- und Einfassungssteine auf ein geschaltes Fundament von mindestens 20 Zentimetern mit Rückenstütze von mindestens 15 Zentimetern aus Beton C20/25.
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Bodenvorbereitung und Bepflanzung
Erst wenn kein Bagger und kein Rüttler mehr über die Fläche muss, wird der Boden für Grün hergerichtet. Dann Gehölze, dann Stauden, zuletzt Zwiebeln.
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Rasen, Reinigung, Übergabe
Rollrasen oder Ansaat sind ohne Ausnahme der letzte Arbeitsgang, weil die Fläche danach nicht mehr befahren werden darf. Zur Übergabe gehören die Pflegehinweise für die ersten Wochen — bei frisch verlegtem Rollrasen entscheidet die Bewässerung über das Anwachsen.
Wie sich diese Kette zeitlich und finanziell auswirkt, haben wir im Ratgeber Garten neu gestalten: Ablauf, Reihenfolge und was den Preis bestimmt ausführlich aufgeschrieben — mit den Punkten, die beim Ortstermin geklärt werden, und einer Übersicht der Kostentreiber.
Gelände, Höhenversätze und Stützelemente
Höhenunterschiede sind der Punkt, an dem sich zwei sonst identische Gärten im Aufwand deutlich unterscheiden. Ein Meter Versatz lässt sich als flache Böschung ausmodellieren, wenn genug Tiefe da ist. Fehlt die Tiefe, muss die Höhe gehalten werden — und dann geht es nicht mehr um Optik, sondern um Erddruck, Gründung und Wasserführung hinter dem Bauwerk.
Der Untergrund entscheidet mit. Im Bonner Süden steht oberflächennah Fels an, der sehr tragfähig ist; in Hanglagen kann dort dennoch teilweiser Baugrundersatz oder eine Pfahlgründung nötig werden. Am Osthang des Vorgebirges liegen dagegen mächtige Lössböden über den Terrassenschottern, bei Bornheim örtlich bis zu 15 Meter — lockerer, gut bearbeitbarer Boden, der aber wenig Widerstand gegen Erddruck bietet und bei Starkregen erodiert.
| Lösung | Sinnvoll, wenn | Was darunter und dahinter gehört | Optik und Alterung |
|---|---|---|---|
| Böschung | Genug Grundfläche vorhanden ist und die Fläche nicht als Nutzfläche gebraucht wird. | Standfeste Neigung, flächige Bepflanzung gegen Erosion. Kein Fundament, kein Beton. | Wächst zu und verschwindet optisch. Braucht in den ersten Jahren Pflege, bis die Bepflanzung deckt. |
| L-Steine | Auf kurzer Länge viel Höhe gehalten und die Fläche oben voll genutzt werden soll. | Tragfähiger, frostfrei gegründeter Fundamentstreifen, Hinterfüllung aus wasserdurchlässigem Material, Ableitung des Sickerwassers am Fuß. | Technisch und gleichmäßig. Lässt sich verblenden oder bepflanzen, bleibt darunter aber ein Betonelement. |
| Trockenmauer | Moderate Höhen, geneigte Ansichtsfläche möglich und ein lebendiges Bauteil gewünscht ist. | Frostfreie Gründung, Steine mit Neigung zum Hang gesetzt, Schotterhinterfüllung. Wasser läuft durch die Fugen ab, es entsteht kein Staudruck. | Altert gut, Fugen werden von Pflanzen und Insekten besiedelt. Aufwendig in der Ausführung, weil jeder Stein einzeln passt. |
| Gemauerte Gartenmauer | Die Mauer zugleich Sichtschutz, Raumkante oder Anschluss an das Haus sein soll. | Frostfreies Streifenfundament, Drainage hinter der Mauer, Abdeckung gegen eindringendes Wasser. Bei größerer Höhe gehört die Standsicherheit gerechnet. | Präzise Kante, langlebig. Reagiert empfindlich auf Wasser, das nicht abgeleitet wird — Ausblühungen und Frostschäden kommen fast immer daher. |
| Blockstufen und Palisaden | Kleine Versätze, Treppen und Beeteinfassungen im Gelände zu bilden sind. | Im Privatbereich gilt als Mindestregel, Palisaden und Bordsteine auf mindestens einem Drittel ihrer Höhe in Beton einzubinden. | Unauffällig und reparabel. Ohne ausreichende Einbindung kippen sie nach wenigen Wintern aus der Flucht. |
Wege, Flächenanteile und Wasser im Garten
Wie viel Fläche befestigt wird, ist eine der wenigen Entscheidungen, die zweimal Geld kosten: einmal beim Bau und dann dauerhaft. Köln und Bonn rechnen die Niederschlagswassergebühr je Quadratmeter bebauter oder befestigter Fläche ab, von der Regenwasser in die Kanalisation gelangt. Bonn ermäßigt die Gebühr gestaffelt nach Abflussbeiwert, wenn Flächen mit versickerungsförderlichen Materialien befestigt oder Dächer begrünt sind — und verlangt umgekehrt, Änderungen der befestigten Fläche zu melden, als Frist werden drei Monate nach Abschluss der Arbeiten genannt. Nach einer Neuanlage ist das ein realer Punkt auf der Aufgabenliste.
Praktisch heißt das: befahrbar aufbauen nur dort, wo wirklich ein Auto steht. Für Terrassen und Gehwege liegen die Trag- und Frostschutzschichten meist bei 15 bis 20 Zentimetern, für mit Pkw befahrene Flächen bei rund 25 Zentimetern Schotter beziehungsweise 30 Zentimetern Kiessand der Körnung 0/32 bis 0/45. Auch das Bettungsmaterial unterscheidet sich: Splitt der Körnungen 1/3 und 2/5 ist ausdrücklich nur für nicht mit Fahrzeugen befahrene Flächen vorgesehen. Für begrünbare Befestigungen wie Rasenfugenpflaster oder Schotterrasen gibt es eigene FLL-Richtlinien; sie sind eine Möglichkeit, Nutzfläche und Versickerung zu verbinden.
Wasser im Garten heißt bei den meisten Projekten zuerst: Wasser wegbekommen und Wasser hinbekommen. Das Gefälle führt immer vom Gebäude weg — nach DIN 18318 mindestens 1,5 Prozent bei glatten begehbaren Oberflächen, mindestens 2 Prozent bei rauen. Zwei Prozent sind anschaulich zwei Zentimeter auf einem Meter, bei vier Metern Terrassentiefe also acht Zentimeter Höhenunterschied. Wo das nicht reicht, kommen Rinnen dazu. In dieselbe Bauphase gehören Bewässerungsleitungen und Außenzapfstellen. Was dann später zur Pflege gehört: Außenwasserhähne und Gartenleitungen werden bereits bei den ersten Frostnächten abgestellt und entleert, Automatikanlagen mit Druckluft ausgeblasen, bis nur noch Luft austritt. Liegt ein Teich im Bestand, spannen wir vor dem Blattfall ein Laubnetz und schneiden Schilf und Rohrkolben etwa zehn Zentimeter über der Wasseroberfläche zurück, damit kein Faulschlamm entsteht.
Beetgestaltung und Bepflanzung
Ein Beet wird nicht danach geplant, was im Katalog schön aussieht, sondern nach drei Standortfaktoren: Licht, Boden, Wasser. Die Lichtsituation ist das erste Ausschlusskriterium — eine Nordseite trocknet langsam ab und begünstigt Moos und Algen, eine Südlage stellt andere Anforderungen an Bewässerung und Artenwahl. Der Boden entscheidet über den Rest. Auf der Ville-Hochfläche und im Kottenforst liegen ausgeprägte Staunässeböden; die bis zu drei Meter mächtige Lehmschicht des Kottenforsts erschwert das Versickern von Regenwasser erheblich. In den Rheinterrassen und auf den durch den Braunkohlenabbau entwässerten Villeböden ist es umgekehrt: Wasser ist schnell weg, und trockenheitsverträgliche Arten sind die realistischere Wahl.
Vor der Pflanzung steht deshalb die Bodenvorbereitung, und die ist mehr als Umgraben. Bei schwerem, staunässegefährdetem Lehm arbeiten wir in der Regel Sand und organische Substanz ein, bei leichten sandigen Böden Kompost, um Wasser- und Nährstoffspeicherfähigkeit zu erhöhen. Verdichtete Fahrspuren aus der Bauphase werden aufgebrochen. Wurzelunkräuter müssen vorher raus — Giersch und Quecke kommen sonst durch jede neue Pflanzung. Der Herbst ist für Kompostgaben und Bodenverbesserung meist der beste Zeitpunkt, weil Bodenleben und Frostgare das Material über den Winter einarbeiten.
Eine Staudenpflanzung ist im ersten Jahr nie fertig. Sie sieht im ersten Sommer lückig aus, im zweiten geschlossen und im dritten anders, als sie geplant war: Manche Arten breiten sich aus, andere werden verdrängt, einige säen sich aus. Deshalb planen wir mit einem Gerüst aus langlebigen, standfesten Arten und ergänzen dazwischen, was Lücken füllt und wieder weichen darf. Zur Pflanzung gehören die Schnittregeln dazu, weil sie über das Aussehen im zweiten Jahr entscheiden: Ziergräser werden nicht im Herbst geschnitten, sondern erst im Spätwinter vor dem Austrieb auf etwa zehn Zentimeter; Bauern- und Tellerhortensien legen ihre Knospen im Vorjahr an und werden erst Ende Februar oder im März bis zum obersten intakten Knospenpaar geschnitten; Stauden mit hohlen Stängeln bleiben über den Winter stehen, weil Insekten darin überwintern und Vögel Samen finden. Details dazu stehen im Ratgeber Gartenpflege im Herbst.
Einfassungen halten die Ordnung, die ein Beet im ersten Jahr hat. Metallkanten aus Cortenstahl oder verzinktem Stahl beziehen wir über unseren Partner Gartenmetall. Entscheidend ist die Einbindetiefe: Eine zu flach gesetzte Kante drückt der Frost heraus. Wird die Kante bündig oder minimal unter Oberkante Rasen gesetzt, funktioniert sie zugleich als Mähkante — das ist der Grund, warum Kante und Rasenplanum zusammen geplant gehören, gerade wenn später ein Mähroboter fahren soll, denn die meisten Geräte schneiden nicht bis an die Kante. Für Cortenstahl werden Lebensdauern von 15 Jahren und mehr angegeben; in der Anfangszeit kann ablaufender Rost helles Pflaster verfärben, was bei der Anordnung berücksichtigt werden sollte.
Gepflanzt wird nicht das ganze Jahr. Der Herbst ist die beste Pflanzzeit für laubabwerfende Gehölze: Der Boden ist noch warm, die Verdunstung gering, und die Pflanzen bilden bis zum Frost bereits Feinwurzeln. Günstig ist etwa Ende September bis Anfang Dezember, an frostfreien Tagen bei abgetrocknetem Boden. Wurzelnackte Gehölze und Heckenpflanzen wie Hainbuche, Liguster oder Rotbuche gibt es nur in der laublosen Zeit, etwa ab Mitte bis Ende Oktober bis Ende März; das ist die anwuchssicherste Variante für eine neue Hecke. Blumenzwiebeln kommen ab September in den Boden, Schwerpunkt Oktober für Tulpen und Narzissen. Bei Gehölzen prüfen wir vorab die Grenzabstände nach dem Nachbarrechtsgesetz NRW: Für stark wachsende Bäume wie Buche, Linde, Platane, Kastanie oder Eiche gelten vier Meter, für alle übrigen Bäume zwei Meter, für Hecken über zwei Meter Höhe ein Meter.
Erdaushub und Entsorgung
Die Aushubmenge ergibt sich aus Fläche mal Aufbaudicke, und die Aufbaudicke folgt aus Nutzung und Bodenart. Dazu kommt ein Effekt, den viele unterschätzen: Boden lockert beim Ausheben auf. Sand und Kies um etwa 15 Prozent, bindige Böden wie Ton und Lehm um etwa 30 Prozent. Das transportierte Volumen ist also deutlich größer als das Loch im Garten — und genau daran bemisst sich die Zahl der Fuhren.
Was im Boden liegt, entscheidet über den Rest. Bauschutt, alte Fundamente, Wurzelstöcke und Auffüllungen ändern mitten im Projekt die Bodenklasse nach DIN 18300, die Gerätewahl und den Entsorgungsweg. Seit dem 1. August 2023 erfolgt die Einstufung von Bodenaushub nach der Ersatzbaustoffverordnung in Materialklassen von BM-0 bis BM-F3; die früheren LAGA-Z-Werte sind damit abgelöst. Für die Entsorgung braucht es eine Deklaration, je nach Menge und Verdacht auch eine Analyse. Belastetes Material verursacht ein Vielfaches der Entsorgungskosten von unbelastetem — es ist der Posten mit der größten Spannbreite im ganzen Projekt. Auf rekultivierten Flächen im Ville-Bereich ist außerdem damit zu rechnen, dass Oberboden und Untergrund nicht zusammenpassen: In Brühl wurden landwirtschaftliche Flächen auf rund einem Meter Lössauftrag hergestellt, forstliche auf Löss-Sand-Gemischen.
Entsorgung steht bei uns als eigene Position im Angebot
Das ist der Posten, der bei Vergleichsangeboten am häufigsten fehlt und hinterher dazukommt. Wir benennen ihn getrennt und sagen dazu, welche Annahme ihm zugrunde liegt. Findet sich beim Aushub etwas anderes als erwartet, ist das nachvollziehbar — statt in einer Pauschale zu verschwinden. Bodengutachten und Deklarationsanalysen erstellen wir nicht selbst; wo sie nötig sind, sagen wir es rechtzeitig.
Der zweite große Hebel ist die Zugänglichkeit. Für Aushubarbeiten im Garten ist der Minibagger das übliche Gerät. Kommt er nicht auf das Grundstück, werden Aushub und Schüttgüter über Schubkarre oder Förderband bewegt — nach unserer Erfahrung vervielfacht das den Zeitaufwand pro Kubikmeter, und zwar in beide Richtungen, weil Schotter und Splitt denselben Weg zurücklegen müssen. Eine Hofdurchfahrt von neunzig Zentimetern macht aus derselben Fläche ein anderes Projekt. Deshalb sehen wir uns vorab an, ob über ein Nachbargrundstück oder temporär entfernte Zaunfelder eine Zufahrt entsteht.
Grünschnitt und Häckselgut behandeln wir getrennt vom mineralischen Aushub. Ein Teil davon muss den Garten gar nicht verlassen: Gehäckseltes Material verrottet schneller und lässt sich als Mulch in Beeten oder auf dem Kompost verwenden; ein Laubhaufen in einer ruhigen Ecke ist Winterquartier für Igel, Insekten und Amphibien. Reiner Laubkompost ergibt nach etwa ein bis zwei Jahren feinkrümelige Erde, wobei gerbstoffreiches Laub von Eiche, Walnuss oder Platane deutlich langsamer verrottet. Was bleibt, nehmen wir mit. Kleinere Mengen können Sie auch selbst abgeben: In Bonn stehen von 1. März bis 30. November mobile Grüncontainer bereit, dazu ganzjährig die Wertstoffhöfe; in Köln nehmen die Wertstoff-Center bis zu einem Kubikmeter Gartenabfälle kostenlos an.
Was den Aufwand bestimmt
Die häufigste Frage ist die nach dem Preis, und ehrlich beantworten lässt sie sich nur über die Faktoren, die ihn treiben. Eine Zahl ohne Ortstermin wäre geraten. Was wir stattdessen sagen können, ist, welche Posten sich wie zueinander verhalten.
Der sichtbare Teil ist selten der teure. Zeitintensiv sind Aushub und Abtransport, der lagenweise Einbau und die Verdichtung der Tragschicht und das Setzen der Randeinfassungen samt Betonarbeiten. Das reine Verlegen des Belags ist meist der kürzeste Abschnitt. Beim Material gilt eine grobe Ordnung: Betonstein liegt im unteren Bereich, Feinsteinzeug im mittleren, Naturstein im oberen — aber der Materialsprung bewegt das Gesamtergebnis weniger als ein fehlender Zugang oder zwanzig Kubikmeter belasteter Aushub.
Höhenunterschiede sind der zweite große Hebel: Eine Böschung kostet Bepflanzung, eine Stützwand kostet Fundament, Hinterfüllung, Drainage und Statik. Und schließlich die Flächenaufteilung. Ein hoher Anteil befestigter Fläche bedeutet mehr Aushub, mehr Tragschicht, mehr Randeinfassung und mehr Abtransport — Pflanzfläche ist im Bau die günstigere und in der Pflege die aufwendigere Variante. Diese Abwägung gehört an den Anfang, nicht ans Ende.
Was vor dem Start geklärt sein sollte
Ein paar Dinge tauchen in fast jedem Projekt auf, und alle lassen sich vorher klären.
- Bäume nicht erst am Bautag bedenken. In Bonn sind Laubbäume ab 100 Zentimetern und Nadelbäume ab 150 Zentimetern Stammumfang geschützt, in Köln ab 80 beziehungsweise 130 Zentimetern, gemessen in einem Meter Höhe. Viele Satzungen erfassen nicht nur die Fällung, sondern auch wesentliche Veränderungen — dazu zählen Abgrabungen im Wurzelbereich, wie sie bei einer Geländemodellierung vorkommen. Andere Kommunen im Einsatzgebiet haben eigene Schwellen oder gar keine Satzung; wir klären das vor der Ausführung.
- Rodung hat ein Zeitfenster. § 39 Absatz 5 BNatSchG verbietet vom 1. März bis 30. September, Hecken, Gebüsche und andere Gehölze abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen. Schonende Form- und Pflegeschnitte bleiben zulässig.
- Die Terrassentür ist oft zu tief. Zwischen Oberkante Bauwerksabdichtung und Belagsoberfläche gehören als Regel-Anschlusshöhe 15 Zentimeter. Wer die Fläche anhebt, um eine bequeme Schwelle zu bekommen, holt sich Feuchte ins Mauerwerk. Mit einer Fassaden- oder Schwellenrinne mit direktem Anschluss an die Entwässerung lässt sich die Anschlusshöhe nach der Flachdachrichtlinie auf 5 Zentimeter reduzieren.
- Wurzelschutz gehört unter die Fläche, nicht daneben. Baumwurzeln heben Platten und Pflaster mit den Jahren an. Vorbeugend werden senkrecht eingebrachte Wurzelsperren aus stabilen Kunststoffen gesetzt — Teichfolie oder Dachpappe halten dem Wurzeldruck dauerhaft nicht stand.
- In festgesetzten Überschwemmungsgebieten ist das Errichten baulicher Anlagen grundsätzlich nicht zulässig. Wer in Rheinnähe eine Gartenmauer plant, sollte die Lage vorher prüfen lassen.
- Weiße Flecken auf frischem Betonstein sind kein Mangel. Kalkausblühungen entstehen, wenn Feuchtigkeit freien Kalk an die Oberfläche transportiert. Sie werden in der Regel innerhalb von ein bis zwei Jahren vom Regen ausgewaschen. Kehren sie dauerhaft wieder, deutet das allerdings auf Feuchtestau im Unterbau hin.
Wann im Jahr was möglich ist
Das Rheinland hat ein mildes Klima; längere Frostperioden und dauerhafte Schneedecken sind die Ausnahme. Die Bau- und Pflanzsaison ist dadurch länger als in vielen anderen Regionen — aber nicht beliebig.
Pflaster- und Plattenarbeiten sollten bei konstanten Temperaturen von mindestens 5 Grad ausgeführt werden, optimal sind 10 bis 25 Grad. Auf gefrorenem Untergrund wird nicht gepflastert, weil die Fläche bei Tauwetter absackt. Frostfeste Hartgesteine wie Granit, Basalt und Quarzit lassen sich meist auch in der kühleren Jahreszeit verlegen, empfindlichere Gesteine wie Kalkstein verschiebt man besser aufs Frühjahr. Nassen, verschlemmten Boden befahren wir nicht — das kostet mehr an Bodenstruktur, als der gewonnene Tag wert ist.
Für den Gesamtablauf spricht vieles für den Herbst: warmer Boden bei kühler Luft, zuverlässigere Niederschläge, geringerer Bewässerungsaufwand in der Anwachsphase und ein Garten, der im Frühjahr sofort nutzbar ist. Rollrasen lässt sich in der frostfreien Vegetationszeit von etwa April bis Oktober oder November verlegen; die günstigsten Fenster sind Mitte April bis Ende Mai und September bis Mitte oder Ende Oktober. In milden Lagen wie hier ist eine Verlegung meist bis etwa Mitte November möglich, solange die Bodentemperatur über rund 8 Grad liegt. Gehölzentfernung und größere Rückschnitte fallen ohnehin ins Winterhalbjahr: Von Anfang Oktober bis Ende Februar ist Baumfäll- und Pflegesaison, und ohne Laub sind Kronenaufbau und Schadstellen besser erkennbar.
Häufige Fragen
Was Kunden vor einer Neuanlage fragen
Was kostet es, einen Garten komplett neu anzulegen?
Das entscheidet sich an vier Punkten: Zugänglichkeit, Aushub- und Entsorgungsmenge, Höhenunterschiede und dem Anteil befestigter Fläche. Der Belag ist selten der teuerste Posten. Wer den Aushub über eine schmale Hofdurchfahrt tragen lassen muss, zahlt für dieselbe Fläche deutlich mehr als jemand mit Zufahrt von der Straße. Deshalb sehen wir uns Grundstücke vor dem Angebot an, statt nach Quadratmetern zu rechnen.
Können wir das Projekt in Etappen bauen?
Ja, wenn die Schnittstellen an den richtigen Stellen liegen. Alles, was unter oder hinter eine feste Fläche gehört — Aushub, Leitungen, Stützelemente, Randeinfassungen —, sollte in einem Zug passieren. Bepflanzung und Rasen lassen sich dagegen gut abtrennen und später ergänzen. Wer dagegen Terrasse und Weg getrennt beauftragt, zahlt Anfahrt, Aushub und Wiederherstellung zweimal.
Wie lange dauert eine Neuanlage?
Eine belastbare Dauer nennen wir erst nach dem Ortstermin, weil sie fast vollständig von Aushubmenge, Zugang und Anzahl der Gewerke abhängt. Was sich allgemein sagen lässt: Die unsichtbaren Arbeiten dauern am längsten, und zwischen einzelnen Schritten liegen unvermeidbare Wartezeiten — Betonfundamente unter Randeinfassungen und Mauern brauchen Zeit, bevor darauf weitergebaut wird.
Brauche ich eine Genehmigung für Mauern oder Geländeveränderungen?
Das hängt von Höhe, Lage und Kommune ab und ist vor der Ausführung zu klären. Zwei Punkte sind häufig relevant: In festgesetzten Überschwemmungsgebieten ist das Errichten baulicher Anlagen grundsätzlich nicht zulässig. Und kommunale Baumschutzsatzungen erfassen in der Regel nicht nur Fällungen, sondern auch wesentliche Veränderungen an geschützten Bäumen, wozu Abgrabungen im Wurzelbereich zählen können. Wir weisen darauf hin, wo etwas zu prüfen ist; die Anträge stellen die Eigentümer selbst.
Ist Herbst oder Frühjahr der bessere Zeitpunkt?
Für die Bepflanzung spricht in der Regel der Herbst: Der Boden ist noch warm, die Verdunstung gering, und laubabwerfende Gehölze bilden bis zum Frost Feinwurzeln. Günstig ist etwa Ende September bis Anfang Dezember. Auch Rollrasen wächst im Frühherbst mit weniger Bewässerungsaufwand an als im Hochsommer. Für Pflasterarbeiten zählt weniger die Jahreszeit als die Temperatur: mindestens 5 Grad, kein gefrorener Untergrund.
Wer entsorgt Aushub, alten Belag und Grünschnitt?
Wir, und die Entsorgung steht als eigene Position im Angebot. Beim Boden hängt der Aufwand von der Einstufung ab: Unbelasteter Oberboden lässt sich häufig auf dem Grundstück wiederverwenden, etwa für Beete oder Modellierung. Belastetes Material verursacht ein Vielfaches — eingestuft wird seit dem 1. August 2023 nach der Ersatzbaustoffverordnung. Häckselgut kann auf Wunsch als Mulch im Garten bleiben.
Können wir einen Teil selbst übernehmen?
Ja. Am sinnvollsten sind die Arbeiten am Ende der Kette — Bepflanzung, Mulchen, Ansaat. Alles, was mit Tragschichten, Verdichtung, Gefälle und Betonfundamenten zu tun hat, ist der Teil, an dem Fehler später nur zerstörend zu beheben sind. Wenn Sie einen Abschnitt selbst machen, stimmen wir die Übergabepunkte und die Höhen vorher ab.
Wo wir arbeiten
Warum Neuanlagen je nach Lage anders aussehen
Am Osthang des Vorgebirges und auf dem Ville-Rücken gehören Höhenversätze und Stützelemente zum Normalfall — dort liegt mächtiger Löss über den Terrassenschottern, örtlich bis zu 15 Meter, und am steilen Hang steht Erosionsschutz von Anfang an mit auf der Liste. In Rheinnähe verschiebt sich der Schwerpunkt zur Entwässerung: Der Flurabstand zum Grundwasser liegt im Kölner Stadtgebiet im Mittel bei etwa 10 bis 12 Metern, rheinnah nur bei 6 bis 8 Metern, und bei Rheinhochwasser steigt der Grundwasserspiegel durch Rückstau schnell an.
- BornheimLösshänge am Vorgebirge, Terrassierung und Erosionsschutz
- AlfterStaunässe auf der Ville-Hochfläche, Parabraunerden auf der Mittelterrasse
- Köln-RodenkirchenRheinterrassen, hohe Grundwasserstände bei Hochwasser
- BrühlRekultivierte Flächen: Oberboden und Untergrund passen oft nicht zusammen
- Alle Orte im EinsatzgebietKöln-Süd, Bonn, Rhein-Erft, Vorgebirge und Voreifel
Erzählen Sie, was aus dem Grundstück werden soll
Fotos vom Ist-Zustand, die ungefähre Fläche und eine Vorstellung davon, wie der Garten genutzt werden soll. Daraus machen wir einen Ortstermin und ein unverbindliches Angebot. Wenn ein anderer Betrieb für Ihr Vorhaben besser passt, sagen wir das.
- Garten neu gestalten: Ablauf und KostentreiberDer ausführliche Ratgeber zur Reihenfolge, zum Ortstermin und zum Angebot
- TerrassenbauUnterbau, Gefälle, Randeinfassung und Anschluss ans Haus
- PflasterarbeitenWege, Einfahrten, Stellflächen und Rasenkanten
- RollrasenDer letzte Arbeitsgang jeder Neuanlage — Planum, Verlegung, Anwachspflege
- Baumfällung und BaumpflegeRodung vor der Neuanlage, Saison von Anfang Oktober bis Ende Februar
- GartenpflegeDamit die neue Anlage nach drei Jahren noch so aussieht wie geplant
- Unterbau für Pflaster und TerrassePlanum, Frostschutz, Tragschicht und Bettung Schicht für Schicht
- Gartenpflege im HerbstWas geschnitten wird, was stehen bleibt und was ins Frühjahr gehört