Zum Inhalt springen
+49 170 8979211 info@garten-luerken.de

Einsatzgebiet

Garten- und Landschaftsbau in Köln-Rodenkirchen, Sürth und Godorf

Der Kölner Süden liegt auf den Terrassen und in der Aue des Rheins. Das Grundwasser steht hier näher unter der Grasnarbe als im übrigen Stadtgebiet, und bei Rheinhochwasser steigt es zusätzlich an. Wer hier eine Terrasse gründet, ein Beet anlegt oder einen alten Baum anfasst, plant deshalb anders als zwei Höhenmeter weiter westlich.

Rodenkirchen, Sürth, Godorf, Weiß, Hahnwald, Rondorf, Marienburg

Der Stadtbezirk Rodenkirchen ist gärtnerisch kein einheitliches Gebiet. Zwischen parkartigen Villengrundstücken mit sehr altem Baumbestand und dichter bebauten Siedlungslagen liegen nur wenige Kilometer. Was beide verbindet, ist der Untergrund: Rheinkies und Rheinsand mit unterschiedlich mächtigen Deckschichten darüber.

Wir arbeiten von Bonn-Duisdorf aus und fahren die Rheinschiene nach Norden an. Der Kölner Süden gehört zu unserem Einsatzgebiet — mit den Randbedingungen, die hier eben gelten und die wir auf dieser Seite offen benennen, statt eine Standardbeschreibung über den Ort zu legen.

Was den Untergrund hier ausmacht — und was daraus für den Garten folgt

Der obere Grundwasserleiter Kölns besteht aus sandig bis kiesigen Terrassensedimenten des Rheins mit im Mittel rund 28 Metern Mächtigkeit; das Wasser fließt darin typischerweise ein bis zwei Meter pro Tag in Richtung Fluss. Für den Garten heißt das zunächst etwas Gutes: Wo die Deckschicht dünn ist, nimmt der Untergrund Wasser bereitwillig auf. Ein Terrassenunterbau aus kornabgestuftem Schotter entwässert dann zuverlässig nach unten, und eine Versickerungsmulde funktioniert oft ohne aufwendige Technik.

Über diesen Kiesen liegt aber nicht überall dasselbe. In der Rheinebene überwiegen im Naturraum Parabraunerden und Braunerden, in der Rheinaue fruchtbare Braune Auenböden. Auenböden sind nährstoffreich und meist feinkörniger — sie tragen gute Beete, reagieren aber empfindlich auf Befahren im nassen Zustand. Einmal verdichtet, bleibt eine solche Fläche jahrelang schlecht durchlüftet, und der Rasen darüber vergilbt im Sommer als Erstes.

Der entscheidende Unterschied zum übrigen Stadtgebiet ist der Flurabstand. Im Kölner Mittel liegt das Grundwasser etwa zehn bis zwölf Meter unter Gelände, in Rheinnähe dagegen nur etwa sechs bis acht Meter. Kommt Rheinhochwasser, sickert Flusswasser in den Untergrund, staut zurück und lässt den Grundwasserspiegel schnell und deutlich ansteigen.

Praktisch bedeutet das: Tiefe Aushubgruben stehen hier nicht beliebig lange offen, und ein Entwässerungskonzept, das nur nach unten denkt, greift bei hohem Wasserstand ins Leere. Wir planen deshalb Gefälle und Randentwässerung so, dass Oberflächenwasser auch dann noch abläuft, wenn der Untergrund gesättigt ist. Bis zu einem Pegelstand von 11,30 Metern am Kölner Pegel — dem hundertjährlichen Hochwasser — sind Rodenkirchen und die angrenzenden Stadtteile durch die Hochwasserschutzanlagen geschützt.

Bei selteneren Ereignissen erreichen die Wassermassen unter anderem Sürth und Godorf. Für Gärten in diesen Lagen lohnt der nüchterne Blick vorab: überflutungsfeste Materialien, keine empfindlichen Holzkonstruktionen dicht über Gelände, und bei fest gegründeten Bauteilen die Frage, ob das Grundstück in einem festgesetzten Überschwemmungsgebiet liegt. Dort ist das Errichten baulicher Anlagen grundsätzlich nicht zulässig. Das klären wir vor der Planung, nicht danach.

Welche Arbeiten hier besonders häufig anfallen

Terrassen und Wege sind das Brot der Rheinschiene. Der gut versickernde Untergrund erlaubt in weiten Teilen eine ungebundene Bauweise mit wasserdurchlässiger Fuge — und die zahlt sich in Köln zweimal aus. Die Stadt rechnet die Niederschlagswassergebühr nach versiegelter beziehungsweise bebauter Fläche ab, von der Regenwasser in die Kanalisation gelangen kann. Wasserdurchlässige Beläge, Sickerfugen und Rasengittersteine senken den Abflussbeiwert einer Fläche. Wie ein solcher Aufbau Schicht für Schicht aussieht, steht im Ratgeber zum Terrassen-Unterbau; die Belagsfrage vergleichen wir im Beitrag Terrassenbelag im Vergleich. Die Ausführung übernehmen wir im Terrassenbau und bei Pflasterarbeiten.

Beim Rasen ist die Lage zweigeteilt. Wo Auenlehm ansteht, ist die Nährstoffversorgung selten das Problem, die Bodenstruktur dagegen oft schon — hier bringt Tiefenlockerung und Sand in der Oberbodenschicht mehr als jede Düngung. Wo der Kies nah liegt, trocknet die Fläche im Hochsommer schnell aus. An der Station Köln/Bonn fällt das Niederschlagsmaximum in den Referenzwerten 1961 bis 1990 zwar in den Juni und Juli, doch verteilt sich das auf wenige Starkregen. Frisch verlegter Rollrasen braucht in den ersten Wochen eine verlässliche Wassergabe — wie das abläuft, steht im Ratgeber Rollrasen verlegen.

Dazu kommt die laufende Gartenpflege. Unter großen Altbäumen ist das eine eigene Disziplin: Schatten, Wurzeldruck und im Herbst erhebliche Laubmengen. Was in welcher Reihenfolge sinnvoll ist, haben wir in der Herbstpflege zusammengefasst. Wenn ein Garten im Ganzen neu geordnet werden soll, führt der Weg über die Gartengestaltung; den Ablauf und die Kostentreiber beschreibt der Beitrag Garten neu gestalten.

Zufahrt, Maschinen und Material

Hahnwald ist der Sonderfall im Bezirk. Der Stadtteil wurde mit Grundstücksgrößen von ursprünglich mindestens 2.000 Quadratmetern angelegt, im Erweiterungsgebiet der 1970er Jahre auf 1.000 Quadratmeter reduziert, bei überwiegend 2,5-geschossiger Bauweise. Viele Grundstücke gehörten zu parkartigen Gartenlandschaften von bis zu 20.000 Quadratmetern, die in den 1980er und 1990er Jahren überwiegend geteilt wurden. Aus dieser Vorgeschichte stammt der Baumbestand, der heute auf vergleichsweise kleinen Parzellen steht — mit Kronen und Wurzeltellern, die für die alte Grundstücksgröße gewachsen sind.

Für die Baustelle heißt das: Der begrenzende Faktor ist selten die Fläche, sondern der Weg dorthin. Zwischen Toreinfahrt und Gartenbereich liegen oft lange, gepflegte Vorgartenflächen und Bestandsbeläge, die eine Baumaschine nicht ohne Schutz überqueren sollte. Wir arbeiten dann mit Fahrbohlen und kleinerem Gerät, oder wir setzen Material und Aushub in Abschnitten um. Beides kostet Zeit, und das gehört vor der Beauftragung auf den Tisch, nicht in die Schlussrechnung.

Der zweite begrenzende Faktor sind die Bäume selbst. Ein Bagger, der über den Wurzelbereich eines geschützten Baumes fährt, verdichtet den Boden dauerhaft — und Verdichtungen im Wurzelbereich zählen nach der Kölner Satzung zu den genehmigungspflichtigen Eingriffen, genauso wie Abgrabungen, Aufschüttungen und Versiegelungen mit wasser- und luftundurchlässigen Materialien. Wo die Zufahrt nur über den Kronentraufbereich führt, planen wir Lastverteilung und Schutzabdeckung mit ein.

In dichter bebauten Lagen kehrt sich das Bild um: Dort ist der Garten kleiner, aber häufig nur über einen Hausdurchgang oder eine schmale Hofdurchfahrt erreichbar. Der Aushub für eine Terrasse muss dann geschoben statt gebaggert werden. Bei Zaun- und Einfriedungsarbeiten ist das weniger kritisch, bei Erdarbeiten schlägt es voll durch. Wir sehen uns die Zufahrt deshalb vorab an — ein Foto der Durchfahrt mit Zollstock reicht für eine erste Einschätzung.

Bäume und die örtlichen Regeln

In Köln gilt die Satzung zum Schutz des Baumbestandes vom 18. Juli 2023. Geschützt sind alle Laubbäume ab 80 Zentimetern Stammumfang und alle Nadelbäume ab 130 Zentimetern, gemessen in einem Meter Höhe über dem Erdboden. Bei mehrstämmigen Bäumen genügen zwei Einzelstämme von je 40 Zentimetern beim Laubbaum beziehungsweise je 65 Zentimetern beim Nadelbaum. Liegt der Kronenansatz unter einem Meter, ist der Stammumfang unmittelbar darunter maßgebend.

Die Satzung greift innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile nach § 34 Baugesetzbuch und in den Geltungsbereichen der Bebauungspläne — also praktisch in jedem Hausgarten des Bezirks. Unabhängig vom Stammumfang geschützt sind zusätzlich Bäume, die aufgrund eines Bebauungsplans zu erhalten oder zu pflanzen waren, Ersatzpflanzungen nach der Satzung und mit öffentlichen Mitteln gepflanzte Bäume. Ein junger Baum kann also genehmigungspflichtig sein, obwohl er das Stammmaß nicht erreicht.

Der Antrag geht an das Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt. Die Stadt bittet darum, ihn mindestens zwei Monate vor der geplanten Maßnahme zu stellen; beizufügen sind unter anderem ein Lageplan mit den Baumstandorten, Baumart und Stammumfang, Fotos und eine Eigentumserklärung. Wer im Januar fällen möchte, kümmert sich sinnvollerweise im Herbst darum. Bei der Vorbereitung und der späteren Fällung samt Entsorgung unterstützen wir.

Zeitfenster Von Anfang Oktober bis Ende Februar ist bei uns Baumfäll- und Pflegesaison. Das deckt sich mit dem gesetzlichen Verbotszeitraum vom 1. März bis 30. September, in dem Hecken und Gehölze nicht auf den Stock gesetzt oder beseitigt werden dürfen. Schonende Form- und Pflegeschnitte bleiben auch im Sommer zulässig, und unaufschiebbare Maßnahmen zur Gefahrenabwehr sind davon ohnehin ausgenommen — sie müssen der Stadt aber unverzüglich angezeigt werden.

Ortsteile, die wir mitbedienen

Innerhalb des Stadtbezirks fahren wir die folgenden Lagen an. Welche Randbedingungen im Einzelfall gelten — Grundwasserstand, Baumbestand, Zufahrt —, entscheidet sich beim Ortstermin, nicht am Schreibtisch.

  • Rodenkirchen
  • Sürth
  • Godorf
  • Weiß
  • Hahnwald
  • Rondorf
  • Marienburg

Einen Überblick über alle Gewerke gibt die Leistungsübersicht.

Häufige Fragen

Fragen aus dem Kölner Süden

Brauche ich für eine Fällung auf meinem Grundstück eine Genehmigung?

In aller Regel ja. Die Kölner Baumschutzsatzung schützt Laubbäume ab 80 Zentimetern und Nadelbäume ab 130 Zentimetern Stammumfang, gemessen in einem Meter Höhe. Sie gilt innerhalb der bebauten Ortsteile und in Bebauungsplangebieten, also in nahezu jedem Hausgarten des Bezirks. Der Antrag geht an das Umwelt- und Verbraucherschutzamt; die Stadt bittet um Einreichung mindestens zwei Monate vor der Maßnahme.

Was ändert die Rheinnähe am Aufbau einer Terrasse?

Der Kies im Untergrund nimmt Wasser gut auf, das spricht für einen ungebundenen, wasserdurchlässigen Aufbau. Weil das Grundwasser in Rheinnähe aber nur etwa sechs bis acht Meter unter Gelände steht und bei Rheinhochwasser zusätzlich ansteigt, darf die Entwässerung nicht ausschließlich nach unten geplant sein. Wir geben dem Planum und der Oberfläche ein sauberes Gefälle weg vom Gebäude und führen das Wasser an eine Stelle, die auch bei gesättigtem Untergrund noch funktioniert.

Mein Garten ist nur über eine schmale Durchfahrt erreichbar. Geht das trotzdem?

Ja, aber es verändert die Kalkulation. Wenn Aushub und Schotter nicht gefahren, sondern getragen oder geschoben werden müssen, steigt der Zeitaufwand für dieselbe Fläche deutlich — mehr als die Wahl des Belags ihn beeinflusst. Schicken Sie uns ein Foto der Durchfahrt mit einem Zollstock als Maßstab, dann sagen wir Ihnen vorab, mit welchem Gerät wir kommen.

Dürfen Sie unter einem alten Baum pflastern?

Nur mit Blick auf die Satzung. In Köln sind nicht nur Fällungen genehmigungspflichtig, sondern auch wesentliche Veränderungen — dazu zählen Abgrabungen, Aufschüttungen, Verdichtungen und Versiegelungen mit wasser- und luftundurchlässigen Materialien im Wurzelbereich geschützter Bäume. Häufig lässt sich eine Lösung mit wasserdurchlässigem Belag, reduziertem Aushub und Wurzelbrücke finden. Das klären wir vor der Ausführung mit Ihnen und, wo nötig, mit der Behörde.

Wann ist der beste Zeitpunkt für Baumarbeiten?

Von Anfang Oktober bis Ende Februar. In dieser Zeit sind die Gehölze in Vegetationsruhe, Kronenaufbau und Totholz sind ohne Laub besser zu beurteilen, und der Zeitraum liegt außerhalb des gesetzlichen Verbots vom 1. März bis 30. September für das Beseitigen von Hecken und Gehölzen. Rechnen Sie die Bearbeitungszeit für die Genehmigung mit ein.

Lohnt sich ein wasserdurchlässiger Belag hier wirklich?

Technisch fast immer, weil der Untergrund das Wasser in weiten Teilen aufnimmt. Hinzu kommt: Köln erhebt eine gesplittete Abwassergebühr, bei der versiegelte und bebaute Flächen nach Quadratmetern angesetzt werden, sofern Regenwasser von dort in die Kanalisation gelangen kann. Sickerfugen, Rasengittersteine und Versickerungsflächen senken den Abflussbeiwert. Wie das im Einzelfall bewertet wird, entscheidet die Stadtentwässerung — die Anmeldung der Flächen bleibt Sache des Eigentümers.

Anrufen WhatsApp Anfrage