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Einsatzgebiet

Garten- und Landschaftsbau in Köln-Lindenthal

Im Kölner Westen liegt über den Rheinkiesen eine Lössdecke — daraus sind tiefgründige Lehmböden geworden, die viel können und schnell verdichten. Dazu kommt ein Baumbestand, der in weiten Teilen aus der Zeit stammt, in der die Viertel um Weyertal und Stadtwald entstanden sind. Beides bestimmt hier fast jede Gartenbaustelle: den Aufbau unter der Terrasse und die Frage, was am Baum überhaupt erlaubt ist.

Lindenthal, Klettenberg, Sülz, Braunsfeld, Junkersdorf, Müngersdorf

Was den Untergrund hier ausmacht — und was daraus für den Garten folgt

Unter Köln liegen quartäre Ablagerungen, die stellenweise über 35 Meter mächtig werden. Im Kölner Westen sind die Rheinkiese und -sande von einer Lössdecke überzogen, und aus diesem Löss haben sich sehr ertragreiche Lehmböden (Parabraunerden) entwickelt. Für den Garten ist das erst einmal eine gute Nachricht: Lösslehm ist nährstoffreich, tiefgründig und speichert Wasser besser als jeder Sandboden.

Der Haken steckt in der Korngröße. Schluffiger Lehm ist verdichtungsempfindlich wie kaum ein anderes Material. Wer im Februar mit einer Karre über die feuchte Rasenfläche fährt, hinterlässt keine Spur im Gras, sondern eine Verdichtungsschicht im Boden, die Wochen später als stehende Pfütze sichtbar wird. Deshalb planen wir Aushub, Materialtransport und Bodenlagerung nach der Witterung, arbeiten auf Fahrbohnen oder Bodenschutzplatten und lockern verdichtete Flächen vor jeder Ansaat wieder auf — sonst wurzelt der neue Rasen zehn Zentimeter tief und hängt danach an der Bewässerung.

Der Flurabstand zum Grundwasser liegt in den westlichen Kölner Stadtteilen mit dem Gelände bei etwa 15 bis 20 Metern, im Stadtmittel bei 10 bis 12 Metern. Praktisch heißt das: Wenn eine Gartenecke im Herbst nicht abtrocknet, kommt das Wasser hier so gut wie nie von unten. Es steht auf einer verdichteten Schicht, in einer Mulde ohne Gefälle oder auf einem alten, nie ausgebauten Baustellenplanum. Das ist eine gute Nachricht, weil sich solche Ursachen mit Tiefenlockerung, Bodenaustausch und sauber ausgebildetem Gefälle beheben lassen, ohne dass eine Drainage bis in den Grundwasserleiter gedacht werden müsste.

Dazu passt der Niederschlagsgang: An der Station Köln/Bonn liegt im Mittel der Referenzperiode 1961–1990 das Maximum im Juni und Juli bei rund 86 beziehungsweise 84 Millimetern im Monat. Der meiste Regen fällt also als Sommerregen — oft in kurzen, kräftigen Schauern. Auf einer verdichteten Lehmfläche läuft der überwiegend oberflächlich ab, statt zu versickern. Bei Terrassen und Wegen entscheidet deshalb nicht die Optik über das Ergebnis, sondern wohin das Wasser geführt wird.

Welche Arbeiten hier besonders häufig anfallen

Der typische Auftrag im Kölner Westen ist selten die Neuanlage auf der grünen Wiese. Es ist ein bestehender Garten hinter oder neben einem Haus, mit gewachsenem Gehölzbestand, alten Wegen und einer Fläche, die kleiner ist als das, was hineinsoll. Diese vier Themen kommen dabei am häufigsten zusammen.

Schattenflächen unter großen Kronen. Unter einer ausgewachsenen Buche, Linde oder Platane konkurriert der Rasen nicht nur um Licht, sondern vor allem um Wasser: Der Wurzelraum ist bereits belegt. Ehrlich gesagt ist Rollrasen dort die falsche Antwort — er wächst an, kommt über den ersten trockenen Sommer und dünnt danach aus. Sinnvoller sind schattenverträgliche Bodendecker und Stauden, eine wassergebundene Decke oder ein befestigter Sitzplatz, der ohnehin dorthin gehört, wo im August Schatten ist. Wo genug Licht ankommt, verlegen wir Rollrasen aus regionaler Produktion unseres Partners Rollrasen Decker; wie das abläuft, steht im Beitrag Rollrasen richtig verlegen.

Terrassen und Hofflächen. Auf Lösslehm ist das Planum bindig und frostempfindlich. Ein tragfähiger Aufbau mit ausreichend mächtiger Frostschutzschicht, verdichtungsfähigem Schotter und einer festen Randeinfassung ist hier kein Aufpreis, sondern die Bedingung dafür, dass die Fläche nach dem dritten Winter noch eben ist. Was unter dem Belag passiert, haben wir im Beitrag zum Terrassen-Unterbau aufgeschrieben; die Belagsfrage selbst behandelt der Vergleich der Terrassenbeläge. Ausführung: Terrassenbau und Pflasterarbeiten.

Laub, Schnitt und laufende Pflege. Wo viele alte Bäume stehen, fällt im Herbst mehr Laub an, als eine Biotonne fassen kann, und es fällt über Wochen. Bei der Gartenpflege planen wir dafür mehrere Durchgänge statt eines einzigen Einsatzes und rechnen die Entsorgung von vornherein mit ein. Was im Herbst wirklich dran ist, steht in der Checkliste für den Herbst.

Umbau statt Neubau. Wenn ein Garten neu geordnet wird, geht es meist um Wegeführung, Sichtschutz zum Nachbargrundstück und eine Bepflanzung, die mit Wurzeldruck und Halbschatten zurechtkommt. Das ist der Kern unserer Gartengestaltung, oft zusammen mit Zaun- und Sichtschutzarbeiten. Wie so ein Vorhaben in Etappen aussieht und was den Aufwand treibt, erklärt der Beitrag Garten neu gestalten.

Zufahrt, Maschinen und Material

Zwischen Sülz und Braunsfeld liegen die Gärten typischerweise im Blockinneren. Der Weg dorthin führt über eine Toreinfahrt, einen Kellergang oder das Treppenhaus. Ob ein Minibagger auf die Fläche kommt, entscheidet sich an der schmalsten Stelle dieses Weges und an der Frage, ob dort eine Stufe oder eine Kellerdecke im Spiel ist. Wir messen das vor dem Angebot, statt es auf der Baustelle festzustellen.

Das ist auch der größte Kostentreiber, den man im Voraus beeinflussen kann. Bei einer Terrasse kostet selten der Belag am meisten. Den Ausschlag geben Aushubtiefe, Entsorgungsmenge und die Frage, ob Maschinen bis an die Fläche kommen. Muss derselbe Aushub eimerweise durch einen Hausflur getragen und Schotter auf demselben Weg zurückgebracht werden, ist der Transport der teuerste Teil des Auftrags — bei identischem Belag und identischer Fläche. Wo eine Zufahrt fehlt, prüfen wir Alternativen: Anlieferung in Big Bags statt lose, Kleinmaschinen mit unter 80 Zentimetern Breite, Materialabruf in Teilmengen, damit der Hof nicht tagelang blockiert ist. Bei Rollrasen geht das nicht beliebig — die Ware muss am Liefertag verlegt werden, also muss der Weg vorher frei und geräumt sein.

In den geschlossen bebauten Straßen kommt der öffentliche Raum dazu. Für Container, Absetzmulden oder eine Materialanlieferung braucht es in der Regel eine freigehaltene Aufstellfläche; wer das erst am Morgen des Anlieferungstages klärt, verliert einen Arbeitstag. Und weil hier Wohnhaus an Wohnhaus steht, halten wir uns eng an die Betriebszeiten der 32. BImSchV: In Wohngebieten dürfen motorbetriebene Geräte an Sonn- und Feiertagen gar nicht und werktags nicht zwischen 20 und 7 Uhr laufen. Für Freischneider, Grastrimmer und Laubbläser ohne EU-Umweltzeichen kommen werktags zusätzlich die Sperrzeiten 7 bis 9, 13 bis 15 und 17 bis 20 Uhr hinzu. In einem Innenhof, in dem der Schall zwischen den Fassaden steht, ist das kein bürokratisches Detail.

Bäume und die örtlichen Regeln

Die Viertel um Weyertal und Bachemer Straße sowie die Lagen am Kölner Stadtwald wurden ab den 1880er Jahren als Villengebiete erschlossen, im Westteil Lindenthals prägen Alleen und Bauten aus Gründerzeit und den 1950er Jahren das Bild. Der Stadtwald selbst geht auf einen Ratsbeschluss vom 4. Juli 1895 zurück und wurde zunächst auf rund 150 Hektar angelegt. Für den Gartenbau heißt das vor allem eines: Ein großer Teil der Bäume in den angrenzenden Grundstücken hat die Schwellen der Baumschutzsatzung längst überschritten.

Nach der Kölner Baumschutzsatzung vom 18. Juli 2023 sind alle Laubbäume ab 80 Zentimetern und alle Nadelbäume ab 130 Zentimetern Stammumfang geschützt, gemessen in einem Meter Höhe über dem Erdboden. Liegt der Kronenansatz tiefer, wird unmittelbar darunter gemessen. Bei mehrstämmigen Bäumen genügen zwei Einzelstämme ab 40 Zentimetern (Laubbaum) beziehungsweise 65 Zentimetern (Nadelbaum). 80 Zentimeter Umfang sind rund 25 Zentimeter Stammdurchmesser — das erreicht ein Ahorn in einem Vorgarten schneller, als die meisten Eigentümer vermuten.

Die Satzung gilt innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile und im Geltungsbereich der Bebauungspläne, also praktisch überall dort, wo hier Gärten liegen. Unabhängig vom Stammumfang geschützt sind zusätzlich Bäume, die aufgrund eines Bebauungsplans zu erhalten oder zu pflanzen waren, Ersatzpflanzungen nach der Satzung und mit öffentlichen Mitteln gepflanzte Bäume. Ein junger Baum kann also ebenfalls unter die Satzung fallen.

Nicht nur das Fällen ist genehmigungspflichtig

Kommunale Baumschutzsatzungen erfassen auch das wesentliche Verändern eines geschützten Baumes und Eingriffe im Wurzel- und Kronenbereich: Abgrabungen, Aufschüttungen, Verdichtungen und Versiegelungen mit wasser- und luftundurchlässigen Materialien. Genau das passiert bei einer Terrasse, die bis an den Stamm heranreicht. Wir klären das vor dem ersten Spatenstich und planen die Fläche notfalls so um, dass der Wurzelraum offen und durchlüftet bleibt.

Fällanträge für Privatgrundstücke gehen in Köln an das Umwelt- und Verbraucherschutzamt. Die Stadt bittet darum, mindestens zwei Monate vor der geplanten Maßnahme zu beantragen; verlangt werden unter anderem ein Lageplan mit den Baumstandorten, Baumart und Stammumfang, Fotos und eine Eigentumserklärung. Wer im November fällen lassen will, sollte im Spätsommer anfangen. Dazu kommt der gesetzliche Rahmen: Vom 1. März bis zum 30. September ist das Beseitigen und Auf-den-Stock-Setzen von Gehölzen nach Bundesnaturschutzgesetz untersagt, schonende Form- und Pflegeschnitte bleiben zulässig. Deshalb liegt unsere Fäll- und Pflegesaison von Anfang Oktober bis Ende Februar — ohne Laub sind Totholz, Pilzfruchtkörper und Schadstellen ohnehin besser zu sehen.

Ein Punkt, den viele unterschätzen: Die Verkehrssicherungspflicht trifft auch private Eigentümer und wird über § 823 BGB durchgesetzt. Als Regelkontrolle gelten in der Rechtsprechung zwei Sichtkontrollen im Jahr vom Boden aus, eine im belaubten und eine im unbelaubten Zustand. Bei Bäumen, die über einen Gehweg oder auf das Nachbargrundstück ragen, ist das der eigentliche Grund für eine Kroneninspektion und Totholzentnahme — nicht die Fällung. Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen fallen in der Regel nicht unter die Verbote der Satzung.

Ortsteile, die wir mitbedienen

Der Sitz des Betriebs ist Bonn-Duisdorf; über die A 555 und die A 4 sind die westlichen Kölner Stadtteile gut zu erreichen. Angefahren werden unter anderem:

  • Lindenthal
  • Klettenberg
  • Sülz
  • Braunsfeld
  • Junkersdorf
  • Müngersdorf

Wenn Ihr Stadtteil nicht dabeisteht, fragen Sie trotzdem: Die Grenze verläuft nicht an der Straße, sondern am Aufwand für Anfahrt und Materiallogistik. Einen Überblick über alle Leistungen und das gesamte Einsatzgebiet finden Sie auf den jeweiligen Seiten.

Häufige Fragen

Fragen aus dem Kölner Westen

Brauche ich eine Genehmigung, um einen Baum in meinem Garten fällen zu lassen?

In Köln sind Laubbäume ab 80 Zentimetern und Nadelbäume ab 130 Zentimetern Stammumfang geschützt, gemessen in einem Meter Höhe. Die Satzung gilt innerhalb der bebauten Ortsteile und der Bebauungspläne, also für praktisch jeden Hausgarten hier. Der Antrag geht an das Umwelt- und Verbraucherschutzamt, und die Stadt bittet um Einreichung mindestens zwei Monate vor der Maßnahme — mit Lageplan, Baumart, Stammumfang, Fotos und Eigentumserklärung. Wir messen den Umfang vorab und sagen Ihnen, ob der Baum überhaupt unter die Satzung fällt.

Unser Hinterhof ist nur über den Hausflur erreichbar. Ist eine neue Terrasse trotzdem möglich?

Ja, aber der Transportweg bestimmt dann den Aufwand, nicht der Belag. Aushub muss von Hand hinaus, Schotter und Splitt von Hand hinein. Wir prüfen bei der Besichtigung die schmalste Stelle, die Höhenunterschiede und ob eine Kleinmaschine unter 80 Zentimetern Breite durchpasst. Manchmal lässt sich die Aushubmenge durch einen flacheren, aber breiter tragenden Aufbau deutlich reduzieren — das spart mehr als die Wahl eines günstigeren Steins.

Unter unserer großen Buche wächst kein Rasen. Hilft Rollrasen?

Kurzfristig ja, dauerhaft meist nicht. Unter einer dichten Krone fehlt nicht nur Licht, sondern auch Wasser, weil der Wurzelraum bereits vollständig belegt ist. Rollrasen wächst an und dünnt im zweiten oder dritten Sommer wieder aus. Sinnvoller sind schattenverträgliche Bodendecker und Stauden oder eine befestigte Fläche — und Bodenbearbeitung nur oberflächlich, damit die Baumwurzeln nicht verletzt werden.

Nach Regen steht das Wasser im Rasen, obwohl das Grundstück eben ist. Woran liegt das?

Im Kölner Westen liegt das Grundwasser mit dem Gelände etwa 15 bis 20 Meter unter der Oberfläche — von unten kommt das Wasser also nicht. Die üblichen Ursachen sind eine verdichtete Schicht im schluffigen Lösslehm, ein altes, nie ausgebautes Baustellenplanum unter dem Rasen oder fehlendes Gefälle. Ein Spatenstich zeigt das meist sofort. Abhilfe schaffen Tiefenlockerung, Sandzugabe in der Oberschicht und ein sauber ausgebildetes Gefälle weg vom Haus.

Wann können Fäll- und größere Schnittarbeiten stattfinden?

Von Anfang Oktober bis Ende Februar. Das deckt sich mit dem gesetzlichen Verbotszeitraum vom 1. März bis 30. September, in dem Gehölze nicht beseitigt oder auf den Stock gesetzt werden dürfen. Schonende Form- und Pflegeschnitte sowie die Abwehr akuter Gefahren bleiben auch im Sommer möglich. Weil in Köln zusätzlich das Genehmigungsverfahren Zeit braucht, ist der Spätsommer der richtige Zeitpunkt für die Anfrage.

Ab wann dürfen Sie morgens im Innenhof arbeiten?

In Wohngebieten gilt die 32. BImSchV: motorbetriebene Geräte werktags nicht zwischen 20 und 7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen gar nicht. Für Freischneider, Grastrimmer und Laubbläser ohne EU-Umweltzeichen kommen werktags die Zeiten 7 bis 9, 13 bis 15 und 17 bis 20 Uhr dazu. Handarbeiten, Pflasterarbeiten und Pflanzungen sind davon nicht betroffen — wir legen laute Arbeitsgänge in die zulässigen Fenster.

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