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Einsatzgebiet

Garten- und Landschaftsbau in Bonn

Unser Betriebssitz liegt in der Rochusstraße in Bonn-Duisdorf. Das heißt kurze Anfahrt — und es heißt, dass wir die Eigenheiten dieser Stadt aus dem Alltag kennen: den schweren Lehm am Kottenforstrand, den anstehenden Fels im Bonner Süden und eine Baumschutzsatzung, die früher greift, als die meisten denken.

Duisdorf, Hardtberg, Brüser Berg, Lengsdorf, Endenich, Röttgen, Bad Godesberg, Pech, Mehlem

Was den Untergrund hier ausmacht — und was daraus für den Garten folgt

Bonn liegt an der Grenze zweier geologischer Großlandschaften: im Süden beginnt das Rheinische Schiefergebirge, im Norden die Niederrheinische Bucht. Für einen Garten ist das keine Randnotiz. Es bedeutet, dass sich der Untergrund innerhalb des Stadtgebiets stärker unterscheidet als in den meisten Nachbarkommunen — und dass eine Aufbauempfehlung, die in Beuel funktioniert, in Röttgen danebenliegen kann.

Der auffälligste Befund ist der Kottenforst. Das rund 40 Quadratkilometer große Waldgebiet zieht sich südlich, westlich und nördlich um die Stadt, und darunter liegt eine bis zu drei Meter mächtige Lehmschicht. Dieser Kottenforstlehm ist über mehr als 11.700 Jahre aus Löss entstanden und überdeckt die Kiese und Sande der Hauptterrasse — mit der Folge, dass Regenwasser dort deutlich schlechter versickert. In den Ortslagen am Waldrand, etwa in Röttgen, ist damit zu rechnen. Praktisch heißt das: Ein Sickerschacht kann dort wirkungslos bleiben, ein Beet steht nach Dauerregen unter Wasser, und eine Terrasse braucht ein sauber gearbeitetes Gefälle mit gezielter Ableitung, weil das Wasser nicht einfach nach unten verschwindet.

In den Talbereichen sieht es anders aus. Aus nährstoffreichen Sedimenten sind dort fruchtbare Parabraunerden und braune Auenböden entstanden — gute Gartenböden, die aber empfindlich auf Verdichtung reagieren. Im Kottenforst selbst haben sich Pseudogleye entwickelt, in den Flussniederungen Gleye. Das sind Regel-Aussagen über den Naturraum, kein Befund für ein einzelnes Grundstück; zwei Gärten in derselben Straße können sich unterschiedlich verhalten.

Im Bonner Süden kommt ein dritter Fall dazu: Dort steht der Fels oberflächennah an — Sandstein, Tonstein, Schluffstein, Basalt. Das ergibt einen sehr tragfähigen Baugrund, was für Mauern, Fundamente und Stützelemente ein Vorteil ist. In Hanglagen kann allerdings teilweiser Baugrundersatz oder eine Pfahlgründung nötig werden. Und wer schon einmal versucht hat, in solchem Untergrund eine Pfostenreihe für einen Zaun zu setzen, weiß, dass die Kalkulation dort nicht an der Zaunlänge hängt, sondern an den Löchern.

Deshalb beginnen wir bei größeren Vorhaben mit einem Schürfloch statt mit dem Bagger. Sechzig bis achtzig Zentimeter Spatenstich zeigen, ob unter dem Oberboden Lehm, Kies oder Fels kommt, ob Rostflecken und graue Zonen auf wechselnde Wasserstände hindeuten und wie tief der gewachsene Boden liegt. Aus dem Ergebnis folgt die Aufbaustärke — nicht aus einer Faustformel.

Welche Arbeiten hier besonders häufig anfallen

Auf staunassen Lehmböden am Kottenforstrand ist Entwässerung fast immer Teil des Auftrags. Bei Terrassen heißt das: ausreichendes Gefälle vom Haus weg, eine Tragschicht, die das Wasser nicht hält, und eine definierte Ableitung statt der Hoffnung auf Versickerung. Bei Pflasterflächen kommt eine Randeinfassung dazu, ohne die jede Fläche mit den Jahren seitlich auseinanderläuft. Wie der Aufbau im Einzelnen aussieht, steht im Beitrag Terrassen-Unterbau; zur Materialfrage hilft der Vergleich der Terrassenbeläge.

Bei Rollrasen ist schwerer Lehm die anspruchsvollere Ausgangslage. Das Planum muss so hergestellt sein, dass die Sodenunterseite Anschluss findet und Wasser nicht auf einer verdichteten Sohle steht; oft bringen wir vorher Sand und Struktur ein, um den Boden durchlässiger zu machen. Der Ablauf und die Pflege in den ersten Wochen sind im Beitrag Rollrasen verlegen beschrieben. Den Rasen beziehen wir von Rollrasen Decker aus regionaler Produktion.

Der zweite große Block ist die laufende Gartenpflege. In den Villenlagen von Bad Godesberg stehen alte, große Gehölze — dort geht es um Kronenpflege, Verkehrssicherheit und Laub in Mengen, die ein Hausmeisterdienst nicht nebenbei erledigt. In den Siedlungsgebieten des Hardtbergs sind die Flächen kleiner und regelmäßiger, dafür zählen Termintreue und ein sauber begrenzter Rasen. Für ganze Grundstücke übernehmen wir die Gartengestaltung von der Aufteilung bis zur Bepflanzung, einen Überblick gibt die Leistungsübersicht.

Zufahrt, Maschinen und Material

Der Bonner Wohnungsbestand ist ungewöhnlich gemischt, und das merkt man an der Zufahrt. Mit dem Bonn-Gesetz vom Juni 1969 kamen die bis dahin selbstständigen Gemeinden Duisdorf und Lengsdorf zur Stadt Bonn; zusammen mit dem Ortsteil Hardthöhe bilden sie seither den Stadtbezirk Hardtberg, 1974 kam der Brüser Berg als vierter Ortsteil hinzu. Aus dem ländlichen Bonner Umland wurde in wenigen Jahrzehnten ein Stadtbezirk mit großen Wohnsiedlungen. Der Brüser Berg war bis in die 1960er Jahre Feld und wurde ab 1972 als städtebauliches Modellvorhaben gebaut — im Kern mehrgeschossiger Wohnungsbau, an den Rändern Ein- und Reihenhäuser, die meisten Häuser aus den 1970er und 1980er Jahren.

Für uns heißt das zweierlei. In den Reihenhausgebieten liegt der Garten oft hinter dem Haus und ist nur über eine schmale Durchfahrt oder das Haus selbst erreichbar. Dann wird Aushub in Schubkarren oder Big Bags bewegt statt mit dem Bagger, und das ist der Posten, der den Preis bestimmt — nicht die Quadratmeter. In den Wohnanlagen dagegen gibt es meist Zufahrt und Stellfläche, dafür Absprachen mit der Verwaltung, Rücksicht auf Anwohnerparkplätze und feste Zeitfenster.

Sinnvoll ist es deshalb, vor dem Ortstermin zwei Dinge zu klären: Wie breit ist der schmalste Punkt auf dem Weg zum Garten, und wo darf ein Anhänger für einen Tag stehen? Beides beantwortet mehr Kalkulationsfragen als die Grundstücksgröße.

Bäume und die Bonner Baumschutzsatzung

Bonn schützt Bäume früher, als viele erwarten. Nach der Baumschutzsatzung sind Laubbäume ab 100 Zentimetern Stammumfang und Nadelbäume ab 150 Zentimetern geschützt, jeweils gemessen in einem Meter Höhe über dem Boden. Bei mehrstämmigen Bäumen zählt die Summe der Stammumfänge — gerade solche Exemplare halten viele Eigentümer für ungeschützt.

Geschützt heißt: Der Baum darf nicht entfernt, zerstört oder in seinem Aufbau wesentlich verändert werden. Übliche Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen bleiben ausdrücklich erlaubt und brauchen keine Genehmigung — einen fachgerechten Pflegeschnitt führen wir also ohne Antrag aus. Genehmigungspflichtig wird es erst, wenn ein Eingriff das Erscheinungsbild wesentlich verändert, etwa bei Kronenrückschnitt oder Kappung, und ebenso bei Arbeiten im Wurzelbereich. Bei unmittelbar drohender Gefahr darf sofort gehandelt werden; die Maßnahme ist der Stadt dann unverzüglich anzuzeigen. Wird eine Fällung genehmigt, verlangt die Stadt in der Regel eine Ersatzpflanzung, deren Umfang sich nach dem Stammumfang des entfernten Baumes richtet.

Ein Laubbaum mit 100 Zentimetern Stammumfang hat rund 32 Zentimeter Durchmesser. Das ist kein Baumveteran, sondern ein Hausbaum mittleren Alters — genau die Größe, bei der Eigentümer meist annehmen, sie könnten frei entscheiden.

Vor der Säge steht der Antrag

Die Satzung gilt innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile und im Geltungsbereich von Bebauungsplänen. Nicht erfasst sind Wald im Sinne des Forstrechts sowie Obstbäume — mit Ausnahme von Nussbäumen und Esskastanien. Zuständig für Fällanträge auf privaten Grundstücken ist die Untere Naturschutzbehörde der Bundesstadt Bonn im Stadthaus am Berliner Platz 2. Steht die Fällung im Zusammenhang mit einem Bauvorhaben, gehört der Antrag zusammen mit dem Bauantrag zum Bauordnungsamt. Wir klären vor jedem Auftrag, ob ein Baum unter die Satzung fällt, und übernehmen auf Wunsch die Abstimmung.

Unabhängig von der Satzung gilt der gesetzliche Schutz brütender Vögel. Deshalb liegt die Fäll- und Pflegesaison von Anfang Oktober bis Ende Februar. In dieser Zeit ist der Baum ohne Laub, der Boden trägt besser, und der Kronenaufbau ist beurteilbar. Was im Herbst sonst noch ansteht, steht im Beitrag Gartenpflege im Herbst.

Ein zweiter Punkt betrifft Bad Godesberg. Für einen Teil des Godesberger Villenviertels gilt seit 1977 eine Satzung der Bundesstadt Bonn über die Erhaltung baulicher Anlagen. Ihr Geltungsbereich ist straßenscharf festgelegt und deutlich kleiner als der Ortsteil — er reicht weder an den Rhein noch an die Bahnstrecke. Ob ein Grundstück darin liegt, ergibt sich nur aus dem Lageplan der Satzung. Innerhalb des Geltungsbereichs brauchen Abbruch, Änderung und Errichtung baulicher Anlagen eine zusätzliche Genehmigung. Reine Pflanzarbeiten fallen in der Regel nicht darunter, Einfriedungen, Mauern, Zufahrten, Stellplätze und größere Terrassen dagegen schon. Für den historischen Ortskern von Rüngsdorf erarbeitet die Stadt zurzeit eine eigene Erhaltungs- und Gestaltungssatzung; das Verfahren läuft, in Kraft ist sie noch nicht. Wir weisen auf beides hin, ersetzen aber keine Auskunft der Stadt.

Versiegelung und die Gebühr, an die kaum jemand denkt

Bonn erhebt getrennte Gebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser. Die Niederschlagsgebühr bemisst sich nach der bebauten und befestigten Fläche, von der Wasser in die Kanalisation gelangt — eine neue Terrasse oder eine gepflasterte Einfahrt erhöht sie also. Die Stadt ermäßigt die Gebühr gestaffelt nach dem Abflussbeiwert der Fläche: Wasserdurchlässige Beläge, Sickerfugen, Rasengittersteine und Versickerungsflächen senken den Beiwert und damit die Gebühr, begrünte Dachflächen ebenso.

Wichtig ist der zweite Teil: Änderungen der bebauten oder versiegelten Fläche müssen dem Amt für Finanzen und Steuern gemeldet werden, genannt wird eine Frist von drei Monaten nach Abschluss der Arbeiten. Nach einer Pflaster-, Terrassen- oder Entsiegelungsarbeit ist diese Meldung fällig — auch dann, wenn entsiegelt wurde und die Gebühr dadurch sinkt. Wir nennen die Flächengrößen im Angebot, damit die Meldung ohne Nachmessen möglich ist.

Ortsteile, die wir mitbedienen

  • Duisdorf — hier ist unser Betriebssitz; zugleich der südliche Anfang des Vorgebirges, das von hier bis Frechen-Königsdorf reicht.
  • Hardtberg — Siedlungsbau seit 1969, überwiegend regelmäßig geschnittene Flächen mit gut planbarem Pflegeturnus.
  • Brüser Berg — Bebauung der 1970er und 1980er Jahre, im Kern Wohnanlagen, außen Reihen- und Einfamilienhäuser mit engen Zugängen.
  • Lengsdorf — Hanglagen am Übergang zum Kottenforst, oft mit Höhenversatz und Bedarf an Stützelementen.
  • Endenich — gemischter Altbestand mit Hinterhofgärten; Material geht dort häufiger durch das Haus als über die Zufahrt.
  • Röttgen — unmittelbar am Kottenforst, deshalb mit schwer versickerndem Lehm und hohem Laubaufkommen zu rechnen.
  • Bad Godesberg — Villengärten mit altem Baumbestand; für einen straßenscharf abgegrenzten Teil des Villenviertels gilt zusätzlich eine Erhaltungssatzung.
  • Pech — am Übergang zum Drachenfelser Ländchen, häufig Hanglagen mit Terrassierung.
  • Mehlem — südlichster Punkt; in der Nähe liegt mit dem Rodderberg der nördlichste quartärzeitliche Vulkan Mitteleuropas, der Untergrund ist entsprechend fest.

Häufige Fragen

Fragen aus Bonn

Ab wann brauche ich in Bonn eine Genehmigung, um einen Baum zu fällen?

Nach der Bonner Baumschutzsatzung sind Laubbäume ab 100 Zentimetern und Nadelbäume ab 150 Zentimetern Stammumfang geschützt, gemessen in einem Meter Höhe. Bei mehrstämmigen Bäumen wird die Summe der Stammumfänge herangezogen. Ein geschützter Baum darf ohne Genehmigung nicht gefällt oder in seinem Aufbau wesentlich verändert werden; übliche Pflegeschnitte bleiben dagegen genehmigungsfrei. Wird eine Fällung genehmigt, verlangt die Stadt in der Regel eine Ersatzpflanzung. Die Satzung gilt innerhalb der bebauten Ortsteile und in Bebauungsplangebieten; Wald und Obstbäume außer Nussbäumen und Esskastanien sind ausgenommen. Messen Sie im Zweifel selbst nach — 100 Zentimeter Umfang entsprechen rund 32 Zentimetern Durchmesser.

Warum steht das Wasser in meinem Garten in Röttgen nach jedem Regen?

Das ist am Kottenforstrand ein bekanntes Muster. Über den Kiesen und Sanden der Hauptterrasse liegt dort eine bis zu drei Meter mächtige Lehmschicht, die aus Löss entstanden ist und das Versickern erheblich erschwert. Ein Sickerschacht hilft dann oft nicht, weil er im Lehm endet. Wirksam sind stattdessen ein sauber gearbeitetes Gefälle, eine definierte Ableitung und, wo möglich, eine Bodenverbesserung in der Wurzelzone. Was im Einzelfall trägt, zeigt ein Schürfloch.

Wie kommen Sie an einen Hinterhofgarten in Endenich heran?

Meist zu Fuß. Wo kein Bagger durchpasst, wird Aushub in Schubkarren oder Big Bags bewegt und Material in Handkarren gefahren. Das ist machbar und wir kalkulieren es offen — es ist aber der Posten, der den Aufwand bestimmt, nicht die Quadratmeterzahl. Für die Einschätzung hilft uns eine Angabe zur schmalsten Stelle auf dem Weg und ein Foto der Durchfahrt.

Erhöht eine neue Terrasse meine Abwassergebühr?

Ja, wenn von der Fläche Niederschlagswasser in die Kanalisation gelangt. Bonn rechnet die Niederschlagsgebühr nach bebauter und befestigter Fläche ab und ermäßigt sie gestaffelt nach dem Abflussbeiwert — wasserdurchlässige Beläge, Sickerfugen und Rasengittersteine senken ihn. Wichtig ist außerdem die Meldepflicht: Änderungen der versiegelten Fläche sind dem Amt für Finanzen und Steuern zu melden, genannt wird eine Frist von drei Monaten nach Abschluss der Arbeiten. Wir weisen die Flächengrößen im Angebot aus, damit Sie nicht nachmessen müssen.

Gibt es in Bad Godesberg Einschränkungen bei der Gartengestaltung?

Für einen Teil des Godesberger Villenviertels gilt eine Erhaltungssatzung der Bundesstadt Bonn aus dem Jahr 1977. Ihr Geltungsbereich ist straßenscharf abgegrenzt und kleiner als der Ortsteil — der Blick in den Lageplan lohnt sich also. Betroffen sind bauliche Eingriffe wie Einfriedungen, Mauern, Zufahrten und größere Terrassen; reine Pflege- und Pflanzarbeiten sind es nicht. Für den Ortskern von Rüngsdorf wird eine eigene Satzung erarbeitet, in Kraft ist sie noch nicht. Die verbindliche Auskunft kommt von der Stadt; wir stimmen den Umfang vorher mit Ihnen ab.

Übernehmen Sie auch die laufende Pflege für Wohnanlagen in Bonn?

Ja. Für Wohnanlagen und Firmengelände legen wir die Termine für die Saison im Voraus fest, damit die Verwaltung planen kann, und es gibt einen Ansprechpartner. Gerade in den Siedlungsgebieten des Hardtbergs und am Brüser Berg sind die Flächen gut planbar. Was zu einem Pflegeturnus gehört, steht auf der Seite Gartenpflege.

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